Statement der JXK zu den Vorfällen in Köln

Wir sind fassunglos über die Vorfälle in Köln. Es ist nicht nur die Tatsache, dass wir als kurdische Jugendliche von den deutschen Bullen geschlagen, provoziert, eingekesselt und festgenommen wurden. Vom deutschen Staat sind wir das schon gewohnt. 

Bevor die Kundgebung anfing, wurde von uns gefordert, alle „politischen Fahnen und Bilder“ runterzunehmen, sonst würde die Kundgebung nicht stattfinden. Wir fragen uns, warum sind wir dann hier? Warum bleiben wir nicht gleich zuhause, wenn wir nicht mit unseren Fahnen und Farben demonstrieren dürfen?

Es ist nicht die Zeit, um mit einer Kuschelmentalität nach dem Motto „Wir sind doch alle gegen Erdogan“ auf die Straße zu gehen. Wir brauchen Alternativen, eine klare politische Linie und Praxis, um aus diesem Loch wieder herauszukommen. Die kurdische Freiheitsbewegung ist eine Bewegung, die nicht von ihrem Ziel abweicht, egal wie kalt und schmerzhaft es ist, ob auf der Straße oder in den Bergen. Seit Jahrzehnten kämpft diese Bewegung für uns alle.

Es ist eine Unverschämtheit, wenn nun von uns gefordert wird, unsere Fahnen und damit unsere Ideen und Stimmen zu verstecken. Ohne die kurdische Bewegung könnt ihr keinen Schritt in Richtung Frieden machen. Das müsste endlich jedem klar sein. Die Bewegung ist die Stimme von Millionen Menschen in Kurdistan und in der Diaspora. Sie ist die einzige Bewegung, die alle Aspekte des Lebens mit Freiheit füllt. Sie ist die einzige Bewegung, die Frauenbefreiung, Ökologie, Pluralität und Basisdemokratie in sich vereint. Und dennoch gab es Menschen, denen unsere Anwesenheit nicht gepasst hat, weil sie den Lügen des türkischen Staates glauben und noch immer nicht von ihrem nationalistisch-kemalistischen Bild der Türkei abkommen können.

Nachdem wir nun teilweise von angeblichen Demokrat*innen auf der Demo kriminalisiert wurden, haben wir als kurdische Jugendliche und Frauen eine spontane Demo gemacht. Sie endete damit, dass wir geschlagen und eingekesselt wurden. Zum Schluss wurden von uns allen die Personalien aufgenommen und wir wurden des Platzes verwiesen. Das zeigt endgültig, dass sie unsere politischen Ideen mehr als alles andere fürchten. Und das bedeutet wiederum, das wir alles richtig machen. 

Die Jugendlichen, vor allem die jungen Frauen, haben eine unglaubliche Stärke bewiesen. Genau so sollte es weitergehen!

XWEBUN XWE PARASTIN! JIN JIYAN AZADI!

Weg mit dem Verbot der PKK! Biji SEROK APO!

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Jinên xwendekar ên Kurdistan – JXK | Studierende Frauen aus Kurdistan, 12.11.2016

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