Erklärung der JXK zum 8.März

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Der 8. März. Der internationale Weltfrauentag.

Der 8. März samt seiner Bedeutung entstand in der Zeit um den ersten Weltkrieg als eine Initiative sozialistischer Struktur als Reaktion auf die stetige Unterdrückung der   in der Gesellschaft.
Mit dem Ziel die Emanzipation der Arbeiterinnen, Gleichberechtigung, sowie das Wahlrecht für Frauen zu etablieren, setzte sich Clara Zetkin als Repräsentantin der deutschen sozialistischen Bewegung im Rahmen der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz am 27.8.1910 in Kopenhagen für die Festlegung eines internationalen Frauentages ein. Besondere Inspiration dazu gewann sie vom ersten Frauentag der USA , der  ein Jahr zuvor am 28.2.1909 stattgefunden hatte. An diesem Tag demonstrierten bürgerliche Frauenrechtlerinnen an Seite der Sozialistinnen gegen die ihnen entgegengebrachten Repressionen.



Obwohl nun einige Jahre vergangen sind, trägt der 8. März auch in der heutigen Zeit weiterhin starke Bedeutung. Noch immer werden Frauen verschiedenen, patriarchalen Drangsalierungen ausgesetzt. Noch immer wird eine Frau einem Mann gegenüber untergeordnet . Das beginnt schon damit, dass eine Frau mit weniger Lohn für die identische Arbeit zu kämpfen hat. Diese Regelung des anti-feministischen Systems wirkt nicht nur herabwürdigend und demotivierend für die arbeitende Frau, sondern fördert zudem bewusst das frauenverachtende Denken und Handeln eines Mannes, indem es ihm suggeriert, dass dieser in einer höheren Position als die Frau steht.

Noch immer ist die Frau der Fremdbestimmung ausgesetzt, wird in vorherrschende sexistische Muster gedrängt und erleidet psychische und physische Gewalt.
Einem weiblichen Vergewaltigungsopfer wird aufgrund ihrer Kleiderwahl oder ihres Verhalten ohne jegliche Reflexion die Schuld zugewiesen, sie wird zum reinen sexuellen Objekt degradiert. Und noch immer lebt sie in Familienstrukturen, die eine Unterwerfung der Frauen fördern und diesen die Unabhängigkeit und die sexuelle Selbstbestimmung rauben.

Gerade in der Türkei und Nordkurdistan findet momentan in erster Linie ein Krieg gegen die Frauen statt . Sie sind zahlreichen Repressionen der frauenfeindlichen AKP-Regierung ausgesetzt. So wurden Frauendemos , selbst die zum heutigen Tag, dem Weltfrauentag, verboten und sonstige Proteste brutal aufgelöst. Dies zeigt erneut eine gezielte Kriminalisierung des feministischen Widerstandes. Auf diese Weise versucht man die Frauen, die eine führende Rolle im Widerstandskampf einnehmen, einzuschüchtern und schließlich mundtot zu machen.

Genau deshalb ist es wichtig zu betonen, dass der Kampf gegen Misogynie niemals aufgehört hat, sondern mit dem Bewusstsein über die existierenden Strukturen weitergeführt wird. 

So sollte man vor allem in diesem Jahr an die drei revolutionären kurdischen Frauen Sakine Cansiz, Fidan Dogan und Leyla Söylemez erinnern, die sich in der kurdischen Bewegung für die Befreiung der Frau eingesetzt haben. Diese wurden am 09.01.2013 durch die Hand eines faschistischen türkischen Spitzels namens Ömer Güney ermordet. Der Gerichtsprozess wurde jedoch in diesem Jahr von der französischen Justiz aufgrund des plötzlichen Todes des Angeklagten fallen gelassen. Auffällig ist, dass der Prozess Auftakt gegen Güney zahlreiche Male von der Justiz zuvor verschoben wurde. Das zeigt erneut, dass der Kampf gegen das Patriarchat und den Faschismus notwendiger denn je ist. Auch wenn diese tapferen, kurdischen Frauen durch den besagten Kampf gefallen sind, der Wille zur Befreiung der Frau lebt weiter !

Beispielhaft dafür ist der autonome Frauenflügel (YPJ) der Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Rojava. Hier hat die revolutionäre Frauenbewegung einen erheblichen Beitrag zur Befreiung des Volkes und damit auch der Frau von der islamistischen Terrormiliz IS geleistet. Diese islamistisch- faschistische Organisation hatte zuvor Dörfer und Städte vollkommen eingenommen und ihrer patriarchalen, sexistischen anti-humanen Ideologie unterworfen. Mit der YPJ als Teil der YPG fand ein Bruch dieser Strukturen in diesen Gebieten statt.
Den Mut und den Kämpferwillen dieser revolutionären Frauen sollten auch wir als Frauen der europäischen, vermeintlich von Sexismus befreiten, Gesellschaft als Ideal heranziehen und uns gegenseitig mobilisieren und aktiv werden.

Deshalb ist es am heutigen Tag wichtig, zahlreich Seite an Seite gegen dieses patriarchale System und für die Freiheit der Frau zu demonstrieren. Lasst uns diesen symbolischen Tag nutzen, um die vorherrschenden Strukturen ein Stückweit zu durchbrechen und gemeinsam ein Zeichen zu setzen.

Die Revolution ist weiblich!


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