Einladung zum langen Marsch von Luxemburg nach Straßbourg vom 1. bis 11.02.2017

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Einladung zum langen Marsch „Freiheit für Öcalan – Gerechtigkeit für Kurdistan“ von Luxemburg nach Straßbourg vom 1. bis 11. Februar 2017

Liebe Freund_innen und Genoss_innen,

wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um uns bei Euch erneut für die große Solidarität, das Engagement und die Unterstützung zu bedanken, die Ihr für die kurdische Sache im Besonderen und für das Projekt radikaler Demokratie im Allgemeinen gezeigt habt. Gemeinsam mit Eurem Beitrag haben wir nun eine neue Phase erreicht, in der unser auf Demokratie, Zusammenleben, Ökologie und Frauenbefreiung basierender Kampf einige positive Resultate zeitigen konnte. Auf der anderen Seite stehen die Kurd_innen und andere Bevölkerungsgruppen der Region aufgrund der aktuellen Lage in Nordkurdistan/Türkei und Rojava/Syrien, wie auch im gesamten Mittleren Osten, vor riesigen Herausforderungen. Unsere Freiheitsbewegung und ihre Avantgarde sind mit einer ernsthaften Bedrohung konfrontiert. Aus diesem Grund richten wir uns an Euch und laden Euch ein zu einem langen Marsch, geplant vom 1. bis zum 11. Februar 2017 von Luxemburg nach Straßburg. In Straßburg werden wir eine Großdemonstration von Kurd_innen und ihren Freund_innen aus ganz Europa veranstalten. Gleichzeitig mit unserem Marsch werden zwei weitere Gruppen starten, eine Gruppe aus Deutschland und eine andere aus Genf. Sie werden sich alle auf der Großdemonstration am 11. Februar in Straßburg treffen.

Liebe Genoss_innen,

die intensive psychische und physische Folter, die seit 18 Jahren gegen den kurdischen Repräsentanten Herrn Abdullah Öcalan in Isolationshaft praktiziert wird, ist durch weitere Einschränkungen seiner Haftbedingungen verschärft worden. Es besteht ernstlich Grund zur Sorge um Herrn Öcalans Leben. Nach aktuellen Informationen besteht die Gefahr seiner physischen Eliminierung als Teil der Vereinbarungen zwischen AKP und MHP. Dies ist auch der Grund, warum die Diskussion um die Todesstrafe in der Türkei erneut auf die Tagesordnung gebracht wurde. Um seine Präsidentschaft zu sichern, hat sich der türkische Präsident Erdogan in dem Bestreben, die kurdische Frage mit Gewalt und Unterdrückung anzugehen, mit den türkischen Rassist_innen und Nationalist_innen eingelassen. Die Ergebnisse dieser Allianz zeigen sich deutlich in der Brutalität der Kriegsführung in Kurdistan, die in der Zerstörung von Städten, der Massenverhaftung von Politiker_innen und dem Plan zur Ermordung Herrn Abdullah Öcalans mündete. Ab dem 5. April 2015 hat die Regierung alle Treffen mit ihm abgebrochen, er ist seither auf Imrali totalisoliert. Seit dem 24. Juli 2015 erleben die Türkei und Kurdistan einen schweren Abnutzungskrieg. Alle und alles, was mit Kurd_innen oder Kurd_innentum in Verbindung gebracht wird, werden zum Angriffsziel. Stadtverwaltungen werden unter Zwangsverwaltung gestellt und Bürgermeister_innen und Abgeordnete werden unter den fadenscheinigsten Vorwänden inhaftiert.

Liebe Freund_innen,

das Hauptziel des langen Marsches ist es, weitere Aufmerksamkeit auf die kurdische Frage im Allgemeinen und auf die Situation Herrn Abdullah Öcalans im Besonderen zu lenken. Es geht auch darum, internationale Unterstützung zu sammeln, durch die der AKP deutlich gemacht werden soll, dass das Schicksal von Herrn Öcalan weniger eine interne Angelegenheit der Türkei ist als vielmehr eine von internationalem Interesse. So dass jeder Schaden, der ihm zugefügt wird, Grund sein wird für Aufschrei und Ächtung international. Wir freuen uns auf Eure Meinung zu diesem Thema und auf Informationen über Eure Möglichkeiten zur Teilnahme am Marsch. Sobald wir Eure Antwort bekommen, senden wir Euch mehr Informationen, exakte Daten und ein vorläufiges Programm. Ausgewählte Freund_innen werden für die Kommunikation mit den Teilnehmer_innen, die Koordinierung eines detaillierten Programms und Informationen zu Logistik und Unterbringung verantwortlich sein.

Wir hoffen, dass Ihr unsere Einladung zur Teilnahme am Marsch annehmt, denn Eure Anwesenheit wird einen spürbaren Einfluss auf seine Wirkung haben. Während unseres Zehntagemarsches von Luxemburg nach Straßburg werden wir Kundgebungen und Seminare organisieren und Interviews geben, um unseren Kampf für Demokratie wie auch für die Lebensbedingungen des kurdischen Repräsentanten, Herrn Abdullah Öcalan, der entscheidend ist für die Lösung der kurdischen Frage, zu unterstreichen.

Wir werden ebenfalls hervorheben, dass die Freiheit des kurdischen Volkes ebenso auch von der Freiheit aller politischen Gefangenen abhängt, einschließlich derjenigen Herrn Öcalans, und dass wir in diesem Sinne die Europäische Kommission und das Antifolterkomitee dazu aufrufen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Wir werden die Individuen und Institutionen, welche die universellen Werte von Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden und die Menschenrechte hochhalten, ebenfalls dazu aufrufen, an unserem Marsch teilzunehmen oder Solidaritätsbotschaften zu schicken. Wir werden die Presse und die Öffentlichkeit dazu aufrufen, ihre Unterstützung und Solidarität zu zeigen.

Es wäre schön wenn bis zum 15. Januar interessierte und teilnehmende Personen sich anmelden unter : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kurzinfos:

Langer Marsch vom 01. – 11. Februar 2017 | von Luxemburg nach Straßbourg Anreise am 31. Januar – Saarbrücken Am 11. Februar wird es dann eine riesige Demo in Straßbourg geben

An den Abenden wird es in den jeweiligen Städten verschiedene Veranstaltungen wie Konzerte, Podiumsdiskussionen und auch Seminare zu Themen wie Demokratischer Konföderalismus, Jineolojî, Internationalismus und universaler Demokratie geben.

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