Stellungnahme der YXK-Berlin zu den Ereignissen am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin

Wir als verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK) in Berlin verfolgen seit mehreren Tagen die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit den Denunziationen seitens rechter Blogs gegen Eleonora Roldan Mendivil und dem Umgang des Otto-Suhr-Instituts mit ihrer Lehrbeauftragten. Es ist besorgniserregend mit welcher Selbstverständlichkeit ein Lehrauftrag zu einem Anti-Rassistischem Seminar Aufgelöst werden kann, ohne auch nur ansatzweise Raum für die Diskussion der vorgebrachten Anschuldigungen zu schaffen.

Wir betrachten die Universitäten in den imperialistischen Metropolen primär als Apparate der Reproduktion kapitalistischer Moderne. Aus diesem Grund erachten wir die inhaltliche und strukturelle Transformation eben dieser als Notwendig. In diesem Rahmen ist der gezielte Angriff auf Personen, und Gruppen die durch die Einbindung gesellschaftskritischer, antirassistischer und antikolonialer Inhalte auf gesellschaftliche und globale Missstände hinweisen nicht nur ein Angriff auf das Konzept der freien Wissenschaft sondern eine zutiefst politische Handlung.

Wir verurteilen verleumderische Methoden und Vorverurteilungen, Wir solidarisieren uns mit Eleanora Roldan Mendivil und fordern eine offene Diskussion zu diesem Thema!

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